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Sonntag, 25. Oktober 2015

Herbstliebe

Herbst, du
großes Ausatmen der Natur.
Ich lege mein Gesicht an deines
und spüre den Puls
der Welt.
Aufbegehrend
gegen den stummen Winter.
Mein Leben
in deinem,
farbumarmt.

Herbst, du
großes Einatmen der Natur.
Ich lerne von dir
schön zu sein
und stolz.
In den langen Schatten.

Herbst, du
sanftmütiges, feuertragendes Abschiednehmen,
tröstest mich.
Denn für jedes gefallene Blatt
werde ich im Frühjahr
ein neues
wachsen sehen.




























5 Kommentare:

  1. Ich liebe diese Jahreszeit auch sehr.
    Ich habe gestern eine Blätterschlacht veranstaltet, kann ich sehr empfehlen. :)

    Und der schönste, kleine Glücksmoment war heute, als die Blätter wie Schnee herunterfielen, manche schneller, manche langsamer, mache fielen auf mein Gesicht.
    Das ist wie ein großer Zauber gerade draußen, wenn dann auch noch die schöne Herbstsonne scheint.

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  2. das sind einfach starke worte, also Sozialauthist, ich liebe das wort, treffender kann man es nicht beschreiben, wie ich mich auch sehe in der gesellschaft. lebenserwartung anders, weltblick anders, andere motivation, und iwie doch dissozial. die einzige heilung, die ich für möglich halte ist von innen heraus. denn das ist ja sozus. tautologisch, dass sowas wie eine dissozialität eine heilung von außen ausschließt. und genau mit der sozialisation geb ich dir recht, ein parallelleben erschwert die resozialisation. alle gehen normal in die mensa und ich kann nicht mitgehen weil ich ja erst abends essen darf usw, das is dann ein richtig neg. verstärker, ja... hab aber auch grds. eben ein problem mit solchen alltäglichen gesprächen, wenn es ne irgendwie auf einer philosophischen usw. anspruchsvollen
    ebene is, dann langweilt es mich. von jedem gespräch ist die erwartung einen mehrwert zu liefern, das schließt viele gespräche (smalltalk) und damit auch viele
    konversationen mit best. menschen perse aus. mit dem internet als substitut geb ich dir auch recht. und ja, das klingt authentisch was du beschriebst, ich stehe
    auch inzw darüber dass ich kein mittagessen esse und das is bei allen kollegen akzeptiert. dein ansatz is wirklich solide.
    aber genau das is mein problem: es wird kein nächstes mal geben, bin seit 2 jahren hier in stuggi und hab sie nur das eine mal gesehn, es war halt eine einmalige
    "werbebotschaft/-aktion" und dass ich noch ne ma weiß ob es für tiere, kommilitonen oder omis war, macht mich wahnsinnig. und das ich diesen inneren kampf, dieses teufel vs engel auf des messers schneide, verloren hab, indem ich eben die chance versäumt habe, zurückzugehen, was vll 5min meines langweiligen lebens gekostet hätte. ein kollege der auch predigen hält, nennt es die gabe sich selbst zu verzeihen in dieser situation, weil es unumkehrbar ist. leider schaffe ich das noch nicht.

    @autumn: übrigens, was mir ne so taugt is, dass es jezz morgens so hell is. dass es dafür abends eher dunkel wird taugt mir um so mea :p

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  3. aber hey du, es gibt 10 milliarden menschen hier mit uns, irgendwo muss ich ja kategorisieren, mit wem ich meine kurze lebenszeit teilen will, und mit wem net. bei hart aber fair war eine alleinerziehende mutter, arbeitslos, die hatte eine sprache, sorry, das färbt bei mir auf den ganzen charakter negativ ab und da denk ich sofort an den horizont einer knieenden ameise, was ne gut is. bin in einer maximal mittelmäßigen familie aufgewachsen, wo so klassischer volksmund sprachprimat war, fand ich ne gut, weil diese sprache verlernst du nur ganz schlecht und in gewissen schichten fällt man damit leider unangenehm auf. es hat vll doch ein grund warum man bei goethe und schiller keine sätze/begriffe wie "posemuckel" findet..
    bei der religion bin ich voll bei dir. das schaden der menschheit mea als das sie ihr nutzen, vor allem wenn sie fundamental und konvertierend ausgelebt werden. die weltweite fortschritt wäre viel größer gäbe es keine religionen, daher distanziere ich mich auch komplett von theologie, wenngleich es auch dort christliche werte z.b. gibt, die eine berechtigung haben, ob man dafür eine gottesschrift braucht is natürlich eine andere sache. und ja, das is unreflektierte mitläuferkultur (c.p.)
    vll waren 5-6 jahre wirtschaftswissenschaften, die lehre vom rationalen, gefühlslosen homo oekomomicus auch einfach zu lang/schädigend, dass ich in allen begegnen nur noch einen nutzen/mehrwert suche, obwohl vor dem studium noch mein lieblingsmotto - es sind die begegnungen mit menschen, die das lebenswert machen - war. davon is leider nichts mehr übrig geblieben, wenn man sieht wie abweisend ich an dem mädchen vorbeigelaufen bin. ich nenne das den oma-effekt. alleinsein entsozialisiert indem man alles (auch zeit) nur noch mit sich selbst teilt. ein weg der in einer sackgasse endet, so scheint es zumindest nach dem 26.10 ;( idS. gn8

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  4. "Recovery is terrifying when you don't know who you are without your sadness"

    ich darf heilen. ich habe es verdient, zu heilen. ich bin es mir wert, zu heilen.
    (aber ich habe zu große angst)

    <3

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  5. Liebste A.,
    danke, dass du diese wundervollen Worte mit uns geteilt hast - ich lächle gerade ganz breit :)))
    Hihi, ja, das mit den Röntgenaugen kommt mir bekannt vor... Woran erkennt man einen Psychologen? Daran, dass er sich schon jeden dummen Witz über Gedankenlesen anhören musste, den es so gibt *augenroll*
    Geschimpft habe ich jetzt ja ausgiebig - und es geht mir tatsächlich besser!
    Drück dich fest,
    deine Anna.

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