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Sonntag, 11. Dezember 2016

Dritter Advent

Und dann wieder
durchschwitzte Nächte
vor Erschöpfung zähes Denken
angstflatterndes Herzpochen am Morgen -
<<Stil, still, mein Lieb.
Du bist in Sicherheit, es ist 2016>>

Und dann wieder
kornfeldblauer Winterhimmel
und so viel Sonne
zu all dem Frost.
Ein spielendes Fellmonster
und Dankbarkeit
und Liebe -
Ich will nie wieder zurück!


Und dann wieder
in der Küche stehen, sehnsuchtsleer, essensvoll
und weiter sehn-suchen
süß, nussig, herzhaft, süß
in den Bauch passt so viel weniger als in die Se(hnsucht)seele
was  stimmt hier nicht,
ich klemme mir die Fragezeichen hinters Ohr -
schicker als jede cigarette Madame, oh lala! -
und taste im Schrank nach etwas, das mich füllt.


Und dann wieder
diese Tage verzeihend,
was ist noch wichtig, solange das Fellmonster atmet
( - nichts, nichts, nichts! - )
und der Mann im Bett "Manieren" liest, so oldschool, so richtig.


Und dann wieder
das Schweigen auf whatsapp, ich bat um einen
Malouadventskalender
jeden Tag ein Foto von ihr
für mich.
(Sie muss doch hunderte haben und selbst wenn nicht,
wielange bräuchte es jeden Tag, um - )
Meine Nichte, das unbekannte
Wesen (nicht ich bin es, die - )
13 Monate und ein paar Tage,
die Zeit bringt dir niemand wieder.


Aber das Fellmonster atmet noch.


Ich kann sie nicht ändern
verschiedene Sprachen, immer noch
ich habe versuchte ihre zu lernen und ihr Wörterbücher geliehen
der Empfänger bestimmt die Botschaft
ihr Schweigen so beredt.
Malou,
ich hätte es anders gewollt.



Und dann wieder
mein Leben
mein Leben
mein Leben!
Der Mann
Das Fellmonster
das Atmen.
Das Verzeihen (vor allem mir)
Das Werden
Das Wachsen
das Lieben.

 


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