Besonders an den unaussprechlichen Tagen. Wenn die Einsamkeit kommt und mir auf den Schoß hüpft, als hätte ich sie eingeladen zu "Hoppe, hoppe Reiter".
Und wenn er fällt,
dann schreit er.
Ich schreie niemals. Auch nicht, wenn es sich anfühlt, als fiele ich. Stattdessen habe ich schon früh bemerkt, dass ich mich an Worten festhalten kann. Deshalb die Idee mit dem Blog. Dann die Paranoia, jemand könnte mich entdecken, erkennen, enttarnen und dann stünde ich da mit meinen Worten und sie könnten meine Scham und Blöße nicht bedecken, im Gegenteil. Deshalb klickte ich möchten Sie diesen Blog veröffentlichen? immer auf NEIN. Sicherheitshalber.
Und nun? Alles anders? Es wäre doch sehr unwahrscheinlich, dass ich inmitten der hundertundmehr Blogblogger entdeckt würde?!
Durchatmen.
Vielleicht lasse ich das mit der Schreiberei ja auch
Ich vermute, ich sollte mich kurz vorstellen.
Ich heiße nicht Nina. Ich brauchte ein Googlepluskonto, um bestimmte Lieblingsblogs lesen und kommentieren zu können. Damals las ich gerade ein Buch, in dem die Autorin eine Bekannte mit "Nina Ruge" betitelte, da sie diese an sie erinnerte. Ich habe und hatte keine Ahnung, wer Nina Ruge ist. Aber der Name war available und mehr brauchte ich nicht.
Weiblich. Hereosexuell. Vergeben. Im Besitz einiger F-Diagnosen. Teilweise in Remission.
Teilweise - nicht.
Alt genug für mein Job, mein Haus, mein Auto, meine Kinder, mein Hund.
Jedoch nur zwei davon.
Hobbies? Zählt überleben? Scherz, das ist nicht mehr aktuell. War es, sehr, sehr lange Zeit.
Heute versuche ich herauszufinden, wer ich denn so bin. Oder sein möchte.
Therapie? Ich kenne Kliniken und Khs von innen besser als von außen. Momentan: wartend auf einen ambulanten Platz.
Ich glaube, das genügt.
Fragen? Gerne. Jederzeit.
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