Manchmal
lese ich meine zuletzt geschriebenen Worte
und
sie sind nicht mehr als schwarze Zeichen auf weißem Grund.
Wenn das Gefühl mich mitnimmt
und mich zum Abgrund führt - Sieh hin, sieh gut hin -
und der Regen fällt wie eine Strafe,
dann denke ich nicht, dass Wasser überlebensnotwendig ist,
dann friere ich,
dann bin ich gedankenleer und wortmüde,
dann weiß ich zu wenig
und zu viel vom Falschen.
Nicht mehr als X Gramm Kohelnhydrate am Tag! Nicht mehr als X Gramm Fett! Nicht mehr als X Kalorien! Nicht so viel Zucker!
Google spuckt mir "Informationen" entgegen, die wie
kalter Speichel mein Gehirn verkleben.
Wäre ich nicht ich
sondern ein Du,
ich würde raten, befrage nicht das Internet, treib dich nicht auf Fitnessseiten herum, glaub nicht den gephotoshopten Bildern, lass dich nicht triggern, das ist vorbei!
Die Wahrheit ist: was war, ist nie vorbei, auch wenn es vorüber ist.
Semantisch gibt dieser Satz keinen Sinn,
aber ich glaube, ihr versteht.
Ich halte mich mit dem Gestern auf,
das war zu viel, zu viel, zu viel,
dabei kann ich es doch nicht mehr ändern.
Was für vergeudete Energie.
Ich bin so müde.
Manchmal,
das sind solche Tage,
da wackle ich
und meine früher geschriebenen Worte -
wahr, klug, selbst erlebt, durchdacht, bedacht, inhaltlich korrekt -
sind nur
schwarze Zeichen auf weißem Grund.
Es ist okay, solche Tage oder Momente zu haben. Es ist vollkommen in Ordnung, solange aus dem Manchmal nicht ein Immer wird.
AntwortenLöschenDu wärst nicht du, wenn du nicht manchmal auch Momente der Zweifel, der Unsicherheit und der Müdigkeit hättest. Und ich finde es stark, auch solche Momente zu teilen.
Und auch wenn es dir gerade so vorkommen mag, deine Worte sind mehr als nur schwarze Zeichen auf weißem Grund.
Liebe Grüße :)
Liebe Anima,
AntwortenLöschendass es normal und in Ordnung ist, manchmal zu wackeln, hat Leah ja schon geschrieben.
Oft ist es schwierig, dem Bild gerecht zu werden, das man selbst von sich hat oder das man an bestimmten Orten von sich gezeichnet zu haben glaubt. Und es erfordert viel Mut, zuzugeben, dass das Gesund-/Gesünderwerden nicht immer einfach ist. Die bekannten Wege, die einfachen Wege sind die Verlockenden und auch nach einem Jahr (oder zweien oder dreien) ist es stellenweise immer noch mühsam, sich durch unbekanntes Gebüsch zu schlagen oder sich auf dem schmalen, neuen Pfad zu halten. Pause zu machen, durchzuatmen und auch mal einen Blick zurück zu wagen (ohne den Pfad zu verlassen) ist nur menschlich.
Ich würde dir jetzt gerne eine Parkbank hinstellen, eine Thermosflasche mit warmem Tee reichen und schweigend mit dir den Vögeln im Wald lauschen, bis du genug Kraft gesammelt hast, um dich weiterzutasten auf deinem neuen Weg.
*umarm*
Anna.
Liebe Anima,
AntwortenLöschendeine Worte sind sehr treffend. Es ist eben leichter, alles so zu machen wie "gewohnt", und manchmal muss man sich daran erinnern, dass es einem mit dem Hunger gar nicht so gut ging wie man sich gern einreden möchte.
Aber obwohl manche Gedanken vielleicht nie verschwinden, oder manche Handlungen (zB das Anschauen der Kalorientabelle), kann man es doch schaffen, da irgendwie drüberzustehen. Nicht sofort, nicht immer, aber manchmal geht es. Ich mache auch nur kleine Schritte, aber Schritte sind Schritte. :)
Ich wünsche dir viel Geduld und Mut,
Elena
"was war, ist nie vorbei, auch wenn es vorüber ist."
AntwortenLöschenIch möchte dir danken, für deine so treffenden Worte, für deinen Blog.
Ich folge dir noch nicht lange, bin durch Zufall auf deinen Blog gestoßen und habe mich festgelesen, bis ich jeden Post gelesen hatte.
Danke.
Liebste Grüße und auf einen hoffentlich besseren Tag heute :)
Hallo!
AntwortenLöschenDanke für deine Kommentare auf meinem Blog. Ein neues Layout war auf jeden Fall mal wieder nötig, das alte verweilte ja schon so viele Monate auf meinem Blog herum. Manchmal reicht die Ablenkung, um sich ein wenig besser zu fühlen.
Akutpasychiatrie war am Sonntag noch nicht notwendig. Da kann es wohl schon tiefer hinab gehen, was natürlich in der Momentsituation nicht so gesehen wird. Aber danke der Nachfrage. =)
Liebe Grüße
Emaschi