Ihr Liebe da draußen!
Dass es die ProAnaBewegung gibt, ist ja kein Geheimnis. Wer schon einmal "thinspiration" gegoogelt hat oder andere, ähnlich (sinnfreie) Tags, hat rasch genug Material beisammen. Hervorragend geeignet sind für diesen Unsinn Plattformen wie instagram, pinterest, tumblr, twitter und Co.
Ich habe häufig den Eindruck, dass die Faszination Anorexie vor allem von jenen heraufbeschworen wird, die nicht an ihr leiden und es aber gerne wollen. Da wird von Schmetterlingen, Feen, Elfen fabuliert, die Beine werden in den Selfis derart nach außen verbogen, als hätte der dazu gehörige Körper gerade einen Tagesritt durch die Prärie hinter sich. Et voilà: der thigh gap. Gesichter scheinen obsolet oder die Betreffenden fürchten, "erkannt" zu werden. Deshalb also nur solche "Bodypics zum Bodycheck", die alles vom Hals abwärts zeigen. Sehr gerne auch in Unterwäsche, das Schamgefühl scheint komplett verloren zu werden, wenn es darum geht, von oben rechts möglichst in verrenkter Pose die eigenen Rippen und Knochen zu präsentieren. Kurz: Viel davon nehme ich nicht ernst. Ich finde es traurig, dass viele Mädchen der Überzeugung sind, mit einem bestimmten niedrigen Gewicht würde ihr Leben von jetzt auf gleich zum Regenbogen furzenden Einhornwunderland. Aber als wirklich bedrohlich habe ich viele dieser Accounts nicht wahrgenommen. Es scheint mir eher ausdruck jener Sehnsucht, die mit der Pubertät einhergeht.
Anders verhält es sich, wenn ich hier in Blogs lese und mitverfolge, wie kluge, liebenswerte Mädchen weniger und weniger werden, während ihr Selbsthass proportional zu steigen scheint. Wie diese Mädchen sich bewusst für diesen Weg des Grauens entscheiden, mit all seinen Begleiterscheinungen. Wie sie müde, erschöpft, tieftraurig, ständig erkältet ihre ausgemergelten Körper zu sportiven Höchstleistungen zwingen, dazu, zu verdammt noch einmal zu funktionieren!
Und ihre tapferen Körper kämpfen, kämpfen ums Überleben, jeden Tag. Dafür ernten sie noch mehr Hass, weniger Nahrung, weniger Flüssigkeit, Schlaf und Zuwendung. Sie werden behandelt wie Gegenstände, wie etwas Ekelhaftes, das man am Boden einer Mülltüte gefunden hat. Geschunden, getreten, missbraucht von den eigenen wundervollen Seelen, die sich offenbar keinen anderen Ausweg wissen.
Eigene Rechte oder Ansprüche (hungrig, müde, durstig, kalt) dürfen diese Magerkörper nicht besitzen. Aber zeitgleich wird von ihnen vehement verlangt, dass sie genau das tun, was man ihnen befiehlt.
Die traurigen Seelen werden aber nicht glücklicher, je eckiger ihre Magerkörper werden. Die Nacht verlängert sich mit jeder ausgelassenen Mahlzeit, das Dunkle dehnt sich aus.
Sie wünschen sich ein besseres Leben, diese traurigen Seelen, und hoffen es in trotzigem Irrsinn zu finden, wenn sie weiter einschrumpfen.
Längst ist das Sitzen zur Qual geworden, weil alles an den Knochen reibt. Aber Sitzen ist ohnehin nicht erlaubt - Stehen verbrennt hoffentlich mehr Kalorien! am besten bei weit geöffnetem Fenster, so dass die kalte Luft Eis auf die traurigen Seelen legt.
Sie wachen morgens auf und wissen, ihr Tag wird reine Folter. Sie selbst sind Diktator und Folterknecht in Einem.
Tief innen sind die traurigen Seelen längst so müde, dass sie sich manchmal wünschen, zu sterben.
Aber dieser Wunsch ist falsch dechiffriert. Sie wünschen nicht den eigenen Tod.
Sie wünschen den Tod des Schmerzes, der Vergangenheit, des Kummers und des Leidens, der qual und Depression, der Anstrengung, der Traurigkeit und Angst .
Und weiter und weiter suchen sie den Schlüssel in der Zerstörung und Negation ihrer Körper, leugnen (Bio)physik und Naturgesetze - ich brauche keine Nahrung - und leiden weiter.
Ich schreibe diese Zeilen eingedenk vor allem zweier Blogs, die ich schon länger lesend begleite und die mich immer sehr traurig und ratlos hinterlassen.
Ich hatte so viele Jahre eine traurige Seele in einem fast verhungerten Körper. Ich glaubte so viele Jahre, nur so überleben zu können. Nur so die Vergangenheit auf Abstand zu halten.
Ich lag so falsch.
Aber wie falsch empfinde ich erst jetzt, Wochen und Monate später.
Und jetzt gehen mir die Worte aus.
Liebe Anima,
AntwortenLöschenich finde es ja sehr löblich, dass du hier versuchst aufzurüttelt. Aber im Ernst? Ich habe es aufgegeben. Ich weiß nicht, ob du auch einen latenten Helferkomplex hast - bei mir ist es auf jeden Fall so. Lange, lange habe ich diese Art von Blogs verfolgt. Aber die Wahrheit ist - es bringt nichts. Hören will keine(r) von ihnen, und es ist nicht unsere oder sonst jemandes Aufgabe, sie die Wahrheit sehen zu lassen. Natürlich ist es traurig, so etwas zu beobachten, gewiss, aber diese Worte sind sinnlos. Wie du so schön geschrieben hast: Jede(r) muss es selbst wollen. Die Krankheit abschütteln wollen. Eine Essstörung ist wie jede andere Sucht auch: Die meisten müssen erst ganz unten ankommen, bevor sie bereit sind, die Hand zu ergreifen, die ihnen jemand hinhält. Und es wird immer einen Teil geben, der untergeht, ohne zu begreifen, dass das hier kein Sieg ist, sie niemanden durch das Verhungern strafen als sich selbst. Und dass letztlich jede(r) für sich selbst verantwortlich ist.
Ich bin immer noch traurig, aber mir geht es gut dabei, denn ich bin gefühlsmäßig bei mir, habe es geschafft, die Gefühle auszuhalten ohne Gegenmaßnahmen. Es fühlt sich echt an und es tut weh, aber es überwältigt mich nicht mehr, ich kann damit umgehen. Das ist eine wunderbare Erfahrung.
Ich verbringe die Zeit mit mir selbst, mit meinem Partner und gelegentlich mit dessen Familie plus vierbeinige Begleiter, was sehr heilsam ist. Dabei gebe ich mir Mühe, meine Medikamente regelmäßig zu nehmen und ausreichend zu essen. Allerdings brauche ich bei letzterem noch Unterstützung. Aber es funktioniert immer besser. In den nächsten Tagen möchte ich mich verstärkt diesem Thema widmen.
Alles Liebe, Anna.
PS: Ich würde dir gerne folgen, aber lieber über Google Friend Connect, weil ich Google+ nicht nutze. Wenn du noch einen Button hinzufügen könntest (du findest ihn etwas versteckt über Layout - Gadgets - Weitere Gadgets) würde ich mich sehr freuen - wenn nicht, schau ich natürlich trotzdem immer wieder vorbei :)
AntwortenLöschenDieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
AntwortenLöschenEs hat geklappt, vielen Dank :)
AntwortenLöschenLiebe Anima,
AntwortenLöschenich habe mich nicht nur auf deinen aktuellen Post, sondern auch auf deine Kommentare im Fall X bezogen, welche ich verfolgt habe. Du hast ja recht freundlich, aber deutlich geschrieben, kritisch und in ehrlicher Sorge. Ich denke nicht, dass deine Worte eine Hybris entsprangen, sondern vielmehr echter Verzweiflung. Doch das scheint ja nicht richtig bei der Betreffenden angekommen zu sein, die Bloggerin hat es offenbar als Angriff gewertet. Und ob dies letztlich an der Krankheit oder an der Bloggerin selbst lag, ist ja auch egal. Fakt ist, dass es uns emotional betroffen macht.
Ich für mich habe jedenfalls die Entscheidung getroffen, dass ich (zumindest in meinem Privatleben) keine emotionale Energie mehr für (Ess-)Gestörte aufwenden möchte, die im Grunde nichts aktiv verändern wollen. Das schließt Wut, Verständnislosigkeit, Bestürzung und den Rettungswunsch mit ein, und da diese Gefühle ganz automatisch beim Lesen auftauchen, musste ich mein offizielles und inoffizielles Dashboard aufräumen. Damit geht's mir sehr viel besser.
Der freie Wille ist wirklich ein großes Problem bei psychischen Krankheiten. Ich glaube schon, dass es Situationen gibt, in denen man sagen kann "Er/Sie ist nicht mehr Herr(in) seiner oder ihrer Sinne!", sei es eine akute Psychose oder Suizidalität in einer Krise. Und eben diese kognitive Beeinträchtigung findet man ja auch oft bei Essstörungen. Wenn das Gehirn nicht mehr richtig versorgt wird (Stichwort Hirnatrophie, gerade wieder bei einer 18jährigen!! gesehen), ist die Person unter Umständen gar nicht mehr in der Lage, für sich zu entscheiden. Aber wie man diese Selbstbestimmungsfähigkeit festlegt und wer im Zweifelsfall für die Person entscheiden soll, steht natürlich auf einem anderen Blatt. Glücklicherweise sind meine Patientinnen und Patienten alle freiwillig in Behandlung, auch wenn ich mich vielleicht dadurch um dieses wichtige ethische Problem "drücke"...
Ich musste auch ein wenig an Harry Potter denken ;) Eine wunderbare Kindheitserinnerung...
Alle lieben Wünsche sende ich dir!
Dieser Post hat mich echt umgehauen, weil er so wahr ist.
AntwortenLöschenLiebe grüße!
Sehr kritisch und verständnisvoll. Sehr klar. - Ich hatte mal eine Freundin, die anorektisch war. Je mehr sie abnahm, desto weniger konnte sie meine Sorge nachvollziehen und desto mehr hat sie sich abgeschottet. Ich konnte immer weniger zu ihr durchdringen, jeder noch so vorsichtige Versuch meinerseits wurde zunehmend aggressiv abgewehrt - ich war die, die sie nicht verstehen wollte, die ihr nichts zu sagen hatte etc. - Ich habe den Eindruck, dass man einer ähnlichen Einstellung auf vielen ES-Blogs begegnet, und dass es keinen Sinn hat, dagegen anzureden.
AntwortenLöschenDanke, dass du gefragt hast. Es geht mir... nicht gut, aber ich bin "unversehrt" und werde mir auch nichts antun, falls du das meinst. Mein Blog enthält keinerlei Suizidankündigungen ;)
Manchmal fühle ich mich von ihr ganz gut verstanden, dann wieder habe ich das Gefühl, sie sieht uns nicht richtig, sondern noch zu integriert, obwohl wir das Thema "Anteile" ja eigentlich geklärt haben und sie mir meine bzw. unsere Sicht der Dinge auch bestätigt hat. (Und natürlich weiß ich, dass sie Recht hat, und die anderen und ich nur Teile eines Ganzen, Anteile einer Gesamtpersönlichkeit sind, es fühlt sich nur (meistens) nicht so an.) Andererseits finde ich es selbst schon schwierig genug, zu beschreiben, in welchem (Des-)Integrationszustand wir uns eigentlich befinden, und wie sich das anfühlt. Deshalb kann ich ihr eigentlich keinen Vorwurf machen, wenn sie das nicht immer meiner Selbstwahrnehmung angemessen erfasst.
Liebe Grüße!
Liebe Anima,
AntwortenLöschendanke für deinen Kommentar! Ich gehe davon aus, dass der "Diagnosensuppenbeitrag" dieser hier ist? Du hast schon recht damit, dass man nicht alle Kriterien erfüllen muss und dass es eher um Gefühle und Einstellung gegenüber dem Essverhalten und anderem geht. Das sehe ich auch so, trotzdem war dieser Satz der Psychologin irgendwie demotivierend.
Nein, es wurden keine Diagnosekritierien abgefragt, sondern nur das, was ich in diesem Post aufgeschrieben habe.
Du schreibst, ich soll mich an den Zustand erinnern. Das kann ich nicht. Wenn ich hier im Blog nicht Gefühle und Gedanken aus der Zeit aufgeschrieben hätte, hätte ich keine Quellen, bis auf wenige Tagebucheinträge. Und Gefühle in Erinnerung rufen ist richtig schwer. Ich meine, ich weiß, dass ich mit einem Salatherz pro Tag überlebt habe und zur Uni gegangen bin, aber ich weiß nicht, wie es mir ging. Ich nehme an, dass es mir nicht gut ging und ich nehme an, dass es mir triumphierend ging, weil ich dünn war oder wurde.
Den Zustand habe ich geändert, weil die Beratungsstellenfrau auf den Tisch gehauen hat (im übertragenen Sinne) und sagte, ich habe kein kleines "Essproblem" (als das ich es ja immer gesehen hatte), das so einfach mal da sei, sondern ich habe "Magersucht" und da könne ich rauskommen, und zwar jetzt und allein. Vielleicht war die Bezeichnung für mich eine Art Ansporn, wieder zu essen und deswegen irritiert mich so, dass ich jetzt wieder 'nur' ein Essproblem habe. Ich verstehe mich selbst nicht. Ich weiß ja, dass ich kein Wort brauche, um mich zu definieren.
Es war heute auch einfach kein guter Tag, was alles angeht. Das heißt: eigentlich läuft alles. Mein Dozent ist hingerissen von meinem Hausarbeitsthema und der ganzen Arbeit, die ich da reinstecke, ich komme mit dem Schreiben weiter, habe für die anderen drei Hausarbeiten die Themen, gehe ins Training und meine Hochschulgruppe, treffe Freunde. Nur ich, ich komme mir selbst zu kurz. Ich habe gern mal meine Ruhe und dass die fehlt, merke ich deutlich. Ich kann selbst daheim nicht abschalten, weil ja immer was zu tun ist und ich ein schlechtes Gewissen bekomme, wenn ich nichts mache. Ich habe das Gefühl, ich müsse mit meiner Hausarbeit schon viel weiter sein oder am besten schon alle vier parallel schreiben. Dass andere Leute nicht mal angefangen haben, zu schreiben, ist da kein Trost oder keine Entschuldigung - ich vergleiche mich sehr ungern mit anderen, um daraus Vorteile in Form von Beruhigung zu ziehen. Der Sonntag, an dem ich nur tun wollte, was mir Spaß macht, wurde dann doch dafür genutzt, 50 Seiten für die Uni zu lesen und vorzubereiten und Unisachen zu sortieren.
(denke dir nach dem ersten Kommentar einfach einen Absatz, es waren zu viele Zeichen für einen Kommentar :))
AntwortenLöschenDa ich mich dank des Stresses sowieso im emotionalen Ausnahmezustand befinde (ein bisschen komme ich mir wie Dauer-PMS vor), mache ich mir auch unnötig dämliche Gedanken über mein Essverhalten. Ich bin ehrlich gesagt froh, wenn ich es zwei Mal am Tag schaffe, eine halbwegs vernünftige Mahlzeit zu mir zu nehmen. Trotzdem habe ich ein schlechtes Gewissen, weil ich heute sowas 'ungesundes' wie Pommes und Kuchen gegessen habe, wenn doch vielleicht auch Salat gereicht hätte. Dass ich mich total gefreut habe, Pommes zu essen (hatte ich das letzte Mal vor meinen Essproblemen gegessen), ist da unwichtig. Auch meine Körperwahrnehmung ist die letzten paar Tage nicht gut, ich nehme mich als 'dick' wahr und vergleiche mich völlig unangebracht mit Mädchen, die mir dünner erscheinen.
Wenn ich gar kein Problem habe, dachte ich heute nach der Bemerkung, dann kann ich ja einfach auf meinen Körper hören und mit dem auskommen, was er möchte, statt mir zu sagen: "Ne Schüssel Haferflocken morgens reicht nicht, wenn man abends erst um 10 heimkommt!" und dann eben Pommes und noch Kuchen zu essen, weil beides lecker ist.
Du wirst mir wahrscheinlich schreiben, dass ich Hausarbeit Hausarbeit sein lassen soll und mir Zeit für mich gönnen soll. Ich gebe wirklich mein bestes, was das angeht, auch wenn es gerade vielleicht nicht so scheint.
Liebe Grüße,
Elena
Ps: vielleicht ist für dich auch meine Antwort auf Emilias Kommentar interessant.
Liebe Anima,
Löschenvielen Dank für den erneuten Kommentar!
Abschließen ist das beste Gefühl an Hausarbeiten! Obwohl meine Themen dieses Semester auch nicht übel sind.
Was die Prioritätenliste angeht, werde ich mal schauen, ob ich sowas hinbekomme.
Zum Essen ... Also Struktur gebe ich mir ja schon etwas, indem ich mir Essen mit an die Uni nehme. Dass ich was dabei habe, macht es einfach, was zu essen. Ich war in letzter Zeit auch öfter mit Kommilitoninnen in der Mensa, dass auch andere Leute mit mir essen, ist gut für mich. Trinken nehme ich mir immer genug mit, komme mindestens auf zwei Liter und trinke dann abends nochmal mindestens 0,5.
Mehr Wohlfühlessen? Nee, also wenn es nach meinem Geschmack geht, esse ich nur noch Schokomuffins, das muss ja echt nicht sein :D
Liebe Grüße und danke auch für den Link!
Elena
Liebe Nina,
AntwortenLöschenwie sehr ich mich doch in dem Satz "Ich brauche keine Nahrung" wiedergefunden habe... nicht heute, aber noch vor gut 1 1/2 Jahren habe ich das gedacht. Ich habe nie eine solche Seite mit pro Ana Sachen besucht... zum Glück würde ich sagen. Viel schlimmer ist es, dass ich durch meinen Klinikaufenthalt, in dem man mir immer wieder unterstellte, heimlich Sport zu machen, zu erbrechen usw. erst durch die ganze Literatur, die man mir zwangsweise dort zum Lesen gab, erst so viel darüber erfahren habe... leider viel zu viel, denn danach gab es noch einen viel größeren Absturz.
Dabei muss man nur durch die Stadt mit offenen Augen durch die Stadt laufen, um zu sehen, dass dieser thigh gap ein nicht zu erreichender Mythos ist... das geht so gut wie gar nicht.
Ich habe mich gezwungen zu laufen bei jedem Wetter, 3 h mindestens., konnte kaum noch sitzen, kam kaum die Unitreppe hoch. Lernte 12 bis 14 h für mein Staatsexamen, was so vergeblich war, weil ich mir einfach nichts merken konnte bei dem Hunger. Wie sehr ich gefroren habe, merken wir an der sinkenden Heizkostenabschlag... unabhängig von der Witterungslage... Früher fror ich bei 23 Grad Zimmertemperatur mit Heizschuhen und Heizkissen im Rücken. Holte mir Verbrennungen an den Fingern, weil ich sie nicht mehr spürte. Und dennoch konnte ich nicht einsehen, dass ich Nahrung brauche, um einfach nur zu existieren. Für mich heute unverständlich. Und dabei ist es noch so ein weiter weg.
Zu deinem Kommentar: Das Frühstück zu variieren ist nicht das Problem, da esse ich verschiedene Belege und auch mal eine Brezel. Es krankt am Mittag. Leider steht mir keine Mensa zur Verfügung, da ich kein Student bin und ich empfinde/empfand die Protionen dort immer als zu groß - sicher ein krankhaftes Problem. Und selbst fehlt mir die Inspiration für das Mittagessen. Alles Ausreden!? Sicher - aber auch ein Ausdruck meiner Überforderung.
Liebe Grüße
Franzi