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Donnerstag, 5. Februar 2015

Nein.

Warum verwenden wir, wenn etwas Schlimmes geschieht,  Redewendungen, wie:

 "Er/sie musste diesoderdas erleiden."

Wieso musste?

Ich wollte gerade einer Bloggerin schreiben, wie leid es mir tut, dass sie so Furchtbares erleben musste. Und dann dachte ich:  "Hä? Wieso musste sie das erleben? Sie musste gar nicht - ihr wurde bösartig und absichtsvoll Schlimmes zugefügt! Nix da - musste."

Es gibt kein Schicksal oder ich glaube jedenfalls nicht daran.
Und ich glaube nur bedingt an so etwas wie potentielle Opfer. Weil da immer eine Mitschuld mitschwingt.
Der kurze Rock.
Das Trampen.
Die Streberin.
Das zu stille Kind.
Das Mädchen, das nur gemocht werden wollte.
usw.

Nein.
Es gibt keine Schuld der Opfer Überlebenden.
Kein Schicksal.
Böse Dinge geschehen, weil Menschen böse Dinge tun.
Und es ist herzerreißend und furchtbar, dass das so ist.

6 Kommentare:

  1. Liebe Nina.

    Ich möchte mich bei dir für deine lieben Worte bedanken.
    Situationen in denen es mir leicht(er) fällt,dass Haus zu verlassen,fallen mir jetzt nicht ein.
    das ist jeden Tag anders aber ich schaffe es nicht aus meinem Ort raus.
    Kennst du dich mit angststörungen aus?

    Dein Blogeintrag hat mich zum nachddenken gebracht.
    Auch wenn ich das immer anders gesehen habe....hast du doch irgendwie vollkommen recht.
    Hmmm...

    Liebe Grüße
    Davina :*

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  2. Hallo Nina :)
    Um ehrlich zu sein, habe auch ich schon ein wenig bei deinem Blog mitgelesen ;) Aber erst einmal bloß ganz still und unerkannt, manchmal ist es nämlich schwierig, Gefühle in angemessene Worte zu packen.
    Dein Blogeintrag klingt höchst interessant, darüber habe ich noch nie nachgedacht. Aber eigentlich hast du ja recht.
    Zu meinem Buch, jaaa das ist schon was ganz tolles :D Und ich muss wirklich sagen, dass ich sehr sehr stolz darauf bin ;) Die Veröffentlichung ist noch seehr lange hin, das dauert noch über 5 Monate..
    Ich wünsche dir alles Liebe. :)

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  3. Hallo liebe Nina,

    meine Antwort kommt etwas spät, aber das ist leider nichts Ungewöhnliches bei mir.

    Ich versuche, das jetzt zu akzeptieren, wie es zwischen mir und meiner Mutter ist. Sie kann vielleicht auch nicht anders und ich bin zwar ab und an traurig deswegen, aber mittlerweile bin ich erwachsen und darf und muss dafür sorgen, dass ich damit zurecht komme und mich eben selbst trösten und um mich kümmern.

    Bei meinen Eltern liegen auch nur ein paar Krümel, aber dort wo ich im Internat lebe, lagen 10 cm Schnee, also schon bedeutend mehr.

    In dem Internat gibt es Wohnruppen, aber ich bin in der "gehobenen Stufe", habe also mein eigenes kleines Reich mit Küchenzeile und eigenem Bad, ist also wie eine kleine Wohnung. ;)

    Schön am vergangenen Wochenende war, dass ich meine Oma besucht habe und dass ich mit meinem Vater und seiner (Frauen)Sportgruppe um einen See walken war. Das tat gut. :)

    Wenn ich zurück fragen darf, was war schön an deinem Wochenende?

    Ganz liebe Grüße,
    Alaska

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  4. Liebe A.,
    vielen Dank, dass du deine Erfahrungen und Gedanken zur Gesundung mit mir geteilt hast. Mit einigen habe ich mich auch schon auseinandergesetzt, andere waren eher neu für mich. Gerade deine Worte über alte Anorexiepatientinnen und -patienten haben in mir viele verschiedene Gefühle ausgelöst. Natürlich habe ich auf gewisse Art Mitleid, ganz klar, aber es ist auch sehr viel Angst und Abschreckung dabei. Es freut mich jedenfalls sehr, dass du dich gegen diesen Weg entschieden hast!
    Einen konkreten Plan zu haben finde ich fast am wichtigsten. Lange habe ich mir eingebildet, ich hätte so gute Fortschritte gemacht, da meinte mein Partner (für mich aus heiterem Himmel), er fände gut, wenn ich mich nochmals stationär behandeln ließe. Er hat mir dann alles aufgezählt, was er beobachtet und ich komplett ausgeblendet hatte - eben weil ich nicht bereit war, die Kontrolle loszulassen. Das hat mich wirklich sehr betroffen gemacht, für so blind hätte ich mich nicht gehalten. Das mit der Kontrolle ist für mich ein besonders wichtiges Thema, da meine Essstörung ja durch die Traumatisierung ausgelöst wurde (Kontrollverlust - Kompensation durch übermäßige Kontrolle).
    Ich habe also beschlossen, nach einem Plan vorzugehen, der mich fordert und der auch Angst macht, aber den ich selbst zusammengestellt habe und der mich nicht überfordert, weil ich sonst dazu tendiere, sofort zu flüchten, um die Kontrolle wiederzugewinnen. "Überforderung" wäre es, wenn ich (wie ja in vielen Kliniken so gehandhabt) mit einem Mal komplett alles umstelle, drei Mahlzeiten plus Zwischenmahlzeiten mit allen Angstlebensmitteln und am besten auch nicht mehr wiegen. Natürlich muss man umso mehr aufpassen, sich nicht selbst zu belügen und auch wirklich (!!) den nächsten Schritt machen. Die Kontrolle nach und nach aufgeben, genau wie du geschrieben hast. Kalorienpläne nutze ich nicht mehr. Manchmal überschlage ich abends ganz grob, um sicherzugehen, dass ich "normale" Portionen nach wie vor einschätzen kann.
    Insgesamt aber glaube ich, dass ich mit dem Schritt-für-Schritt-Vorgehen besser bedient bin als mit einer Hau-Ruck-Aktion (die Erfahrung sagt mir, dass Letztere eher einen riesigen Widerstand in mir auslösen...)

    Wie geht es dir denn damit? Hast du auch noch Angstlebensmittel? Würdest du dich als gesund bezeichnen?

    Einen schönen Samstag wünsche ich dir und drücke dich!
    Anna.

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  5. Hallo liebe Nina, meine Unsicherheiten dringen wohl zu dir durch und mit deinen Überlegungen hast du Recht aber ich habe meine Entscheidung stets getroffen. Sie ist gefallen und zwar in dem Sinne das ich mich versuche nicht negativ durch die Kommentare beeinflussen zu lassen und sie mir nicht allzu sehr zu Herzen zu nehmen. Ob nun hier oder dort draußen in der Welt wird es immer und immer wieder vor kommen und ich muss einfach dazu lernen das es gar nicht wegzudenken ist. Das schreiben tut mir gut und deshalb habe ich auch den Entschluss gefasst mir diesen Ort nicht nehmen zu lassen.

    Ich werde mich nun deinem Blog widmen und ein wenig nach lesen.
    Somit hoffe ich das es dir gut geht und du einen schönen Sonntag mit vielen positiven Momenten erleben wirst.
    Liebe Grüße,
    Carmi.

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    1. Liebe Carmen - und doch ist dein Blog wieder verschwunden?
      Alles Liebe

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